Dienstag , 28 März 2017
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Trends der IFA 2013

Trends der IFA 2013

Noch ist es zwar nicht ganz so weit, doch da hinten, in weiter Ferne am Horizont, da winkt schon wieder die IFA aus Berlin. Auch in diesem Herbst, von 06. bis 11. September, wird die Messe mit zahlreichen spannenden Neuerungen für das anschließende Weihnachtsgeschäft locken und zudem einige Produkte enthüllen, die zuvor noch nicht in der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Neben der CES in Las Vegas, pünktlich zum Jahresbeginn, gilt die IFA als die weltweit wichtigste Messe für Heimelektronik und Heimkino, so dass der Blick nach Berlin auch im April schon gerechtfertigt ist. Zumal auch jetzt schon Pressemeetings abgehalten werden um auf die kommenden Neuheiten hinzuweisen.

In diesem Jahr wird die IFA unter der Fahne von UHD-Fernsehern und entsprechenden Zuspielern stehen. 4K-Fernseher sind bereits einige veröffentlicht worden, ein weiterer Schwung hochauflösender Geräte wird sich auf der IFA zeigen. Praktisch: Die Preise für 4K sinken, teilweise sogar drastisch. Ob auf der IFA bereits erste Modelle für unter 1000 Euro gezeigt werden darf allerdings bezweifelt werden. Vielleicht dann 2014..

Auch OLED ist noch nicht so recht im Wohnzimmer angekommen, besitzt aber durchaus das Potential dafür. LG sieht sich selbst als führendes Unternehmen im OLED-Segment und hat als einziger der großen Hersteller bereits ein serienreifes OLED-TV im Sortiment. Weitere Geräte sollen folgen, wahrscheinlich auch zur IFA. Andere Unternehmen wie Panasonic dürften sich auf die Verschmelzung zweier Trends konzentrieren und OLED gleich mit 4K-Auflösung anbieten – LG liefert bisher nur FullHD.

Content indes fehlt den UHD-Fernsehern noch. Da ist es kein Wunder, dass immer mehr Hersteller ihre kommenden BD-Player mit ausgeklügelten Upscalern bewerben um aus FullHD mittels aufwändiger Rechentricks Pseudo-4K zu zaubern. Content lässt sich aber auch selbst produzieren – dieses Jahr könnte als Pionierjahr der 4K-Camcorder in die Geschichte eingehen. Prototypen namhafter Hersteller werden sich auf der IFA finden lassen. Und auch 3D bekommt durch 4K wieder neuen Schwung: Polfilter-3D halbiert die horizontale Auflösung, was bei FullHD für ein sichtbar schlechteres Bild sorgt. Bei 4K bleibt auch bei passivem 3D immer noch FullHD übrig, was den meisten Nutzern ausreichen dürfte. Das eine oder andere autostereoskopische Display mit brillenlosem 3D wird sich ebenfalls auf die IFA verirren, bis diese Technologie aber reif ist für den Massenmarkt werden noch einige Jahre vergehen.

Gedanken machen sich die Hersteller aber nicht über die die Auflösung und die Panels ihrer Fernseher, auch die Steuerung der praktischen Smart-Funktionen ist ein noch nicht komplett zufriedenstellend gelöstes Problem. Gestensteuerung, Voicecontrol – altmodisch auch Sprachsteuerung genannt – und Apps für Smartphones und Tablets streiten hier um die Führerschaft auf dem Markt. Am Ende wird es wohl eine Mischung aus all diesen Lösungen, untergebracht entweder im eigenen Smartphone oder im dem TV beiliegenden Tablet. So lässt sich auch gleich eine Tastatur einblenden um Suchbefehle und Internetanfragen komfortabel zu steuern. Praktisch sind auch Bewegungssteuerungen ohne sichtbare Eingabegeräte. Am PC erscheint noch im Mai „Leap Motion“, ein kleiner Kasten von wenigen Zentimetern Größe über dem sich Bewegungen wie im Film „Minority Report“ vollführen lassen. Diese Technologie lässt sich auch in Fernbedienungen einbauen.. Auf der diesjährigen IFA dürfte von solchen Innovationen aber noch nichts zu sehen sein.

Streaming zählt ebenfalls zu den beliebten Themen der auf der IFA 2013 vertretenen Hersteller. So werden sich in den kommenden TV-Generationen Sendungen vom Fernseher nahtlos aufs Tablet ziehen und dort weiterschauen lassen. Anders herum funktioniert das selbstverständlich auch – Filme vom Tablet oder Smartphone können einfach zum TV „gewischt“ werden um sie auf dem großen Bildschirm weiterzusehen. Kabel müssen für all diese Dinge nicht mehr verbunden werden, das Zauberwort dafür heißt Miracast. Neue Fernsehmodellem, wie sie in Berlin präsentiert werden, werden zum Teil bereits über einen Miracast-Empfänger verfügen, Smartphones beherrschen den Wireless-Display-Standard theoretisch ab Android 4.2 (unter der Voraussetzung kompatibler Hardware). Dank sehr geringer Latenzen lassen sich so nicht nur Filme streamen sondern auch Spiele vom Tablet auf den großen Fernseher übertragen – während das Tablet weiterhin als Eingabegerät fungiert.

Wer keinen Platz für große TV-Geräte hat sollte sich auf der IFA nach Videobrillen umschauen. Zeiss bietet mit der Cinemizer OLED eine solche an, Sony verfügt ebenfalls über eine interessante Videobrille. Und mit der Oculus Rift könnte der Markt im Jahr 2014 einen gewaltigen Rückenwind bekommen. Unter Umständen finden sich in Berlin schon in diesem Jahr weitere Modelle, Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall.

Ob ein einziger Tag für die umfangreich aufgestellte Messe ausreicht? Wer sich für das Thema interessiert wird sicher auch zwei oder drei Tage in Berlin verbringen können ohne dass ihm das Messegelände langweilig wird. Ein Ausflug zur IFA 2013 dürfte sich für Heimkinofans auf jeden Fall lohnen. Und wenn sich ein Besuch der IFA partout nicht einrichten lässt werden wir selbstverständlich ausführlich über alle Messeneuheiten, Trends, Tops und Flops berichten.

Über Dennis Ziesecke

Dennis Ziesecke ist tätig als freier Autor für GamersGlobal, Webedia (Gamestar Print, Gamestar Online), Computerbase.de und viele andere bekannte Hardware-Magazine. Gründer und Redakteur von VictoryPoint, der etwas anderen Seite des Internet. Vater von einem wundervollen Sohn und einer nicht minder wundervollen Tochter.

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