Donnerstag , 27 Juli 2017
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3D ist schon wieder out? Im Gegenteil!

3D ist schon wieder out? Im Gegenteil!

Auf der CES 2013 wurden zahlreiche neue Fernseher vorgestellt und mit vielen Superlativen beworben. 4K Auflösung! 8K Auflösung! OLED mit erstklassigen Farbwerten! OLED mit 4K Auflösung sogar! Quadcore-Prozessoren im Fernseher für die Upscaling- und Smart-TV-Funktionen. Neuartige Bedienkonzepte. Sogar der Standfuß stand im Falle von Samsung im Mittelpunkt der TV-Präsentation. Und 3D? Von 3D war bei all den Werbeslogans auf der Messe in Las Vegas kaum noch etwas zu hören und zu lesen.

Bedeutet das nun, dass 3D schon wieder gestorben ist, dass kein neuer Fernseher die stereoskopische Wiedergabe noch unterstützt? Nein, im Gegenteil. 3D ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen, ein Standardfeature wie „Fernbedienung liegt bei“. Muss nicht mehr erwähnt werden, weil es selbstverständlich geworden ist.

Tatsächlich: So gut wie jeder vorgestellte Fernseher bietet ganz nebenbei auch 3D-Funktionen. Wenn es einen Wandel gibt, dann von Shutter zu Polfilter 3D. Hier kommt auch die 4K-Technik zum Tragen: Polfilter 3D reduziert je nach Methode entweder die vertikale oder die horizontale Auflösung des darzustellenden Bildes auf die Hälfte. Bei FullHD-Fernsehern stört die reduzierte Auflösung stark, bei 4K bleibt immer noch das FullHD-Equivalent übrig, was für ein deutlich besseres 3D-Bild sorgt.

OLED-Fernseher hingegen können dem Shutter-3D zusätzliche Bedeutung einhauchen: Durch enorm hohe Wiederholfrequenzen von 200 Hz und mehr ist es bei einem OLED-TV sogar möglich, zwei verschiedene Programme in 3D zu betrachten. Jeder Nutzer sieht sein eigenes 3D-Bild an einem TV-Gerät und bekommt dank Kopfhörern auch seinen eigenen Ton. Funktioniert übrigens auch bei Computerspielen, was gut zur gesteigerten Leistung der noch für dieses Jahr erwarteten neuen Spielekonsolen von Sony und Microsoft passen dürfte.

Dank hoher 4K- und 8K-Auflösungen sind auch autostereoskopische Fernseher, Modelle mit 3D-Wiedergabe ohne störende Brille also, wieder sinnvoll realisierbar. Die autostereoskopische Schicht reduziert ebenfalls die Auflösung – teils drastisch sogar, je besser der Effekt sein soll. Bei einem 8K-Fernseher könnte aber trotz 3D-Effekt für mehrere Zuschauer noch FullHD übrig bleiben, was den meisten Zuschauern ausreichen dürfte. Zumindest vorerst, denn an 4K wird sich der Heimkinofan genauso schnell gewöhnen wie an FullHD.

Über Dennis Ziesecke

Dennis Ziesecke ist tätig als freier Autor für GamersGlobal, Webedia (Gamestar Print, Gamestar Online), Computerbase.de und viele andere bekannte Hardware-Magazine. Gründer und Redakteur von VictoryPoint, der etwas anderen Seite des Internet. Vater von einem wundervollen Sohn und einer nicht minder wundervollen Tochter.

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