Dienstag , 28 März 2017
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Ultra-HD: Sony will 4K-Inhalte selbst liefern

Ultra-HD: Sony will 4K-Inhalte selbst liefern

Für die Heimkinobranche stehen einige Fakten fest. Erstens: Fernseher mit Diagonalen jenseits der 55 Zoll benötigen eine höhere Auflösung als 1920 x 1080. Und zweitens: Mist, es gibt keine Inhalte in höheren Auflösungen. Daraus ergibt sich drittens: ein Problem.

Dieses Problem möchte Sony notfalls im Alleingang lösen und setzt dabei auf eine umfangreiche Strategie. So sollen kommende 4K-Fernseher und wohl auch entsprechende 4K-Zuspieler wie BD-Laufwerke und voraussichtlich auch die Playstation 4, Inhalte hochrechnen können.

Das auf der IFA 2012 vorgestellte 4K-TV Sony Bravia XBR-84X900  beispielsweise wird die Upscaling-Lösung „X-Reality Pro“ nutzen. Dabei sollen gleich drei Prozessoren die Videoinhalte aus dem TV-Signal oder von Blu-ray-Discs auf die 4K-Auflösung hochrechnen. Das ergibt am Ende zwar kein echtes 4K-Bild, soll aber dennoch deutlich besser aussehen als ein einfach nur vergrößertes FullHD-Signal. Wie erfolgreich ein gutes Upscaling sein kann, ist schon jetzt anhand des bei vielen Geräten implementierten Upscalings von DVD auf FullHD zu beobachten – auch hier steigt die Bildqualität teils beachtlich an obwohl keine zusätzlichen Bildinformationen für die höhere Auflösung vorhanden sind. Puristen mögen schimpfen, solange das subjektive Filmerlebnis besser ausfällt ist Upscaling eine sinnvolle Lösung.

Um sich aber nicht komplett auf technische Umrechnungsspielereien zu verlassen, wird Sony in Zukunft auch für echte 4K-Inhalte sorgen. So wird das Unternehmen seine Kamera-Baureihen nach und nach auf 4K umstellen um den Nutzern zumindest bei Privatvideos die hohe Auflösung schmackhaft zu machen. Dank eines eigenen Hollywood-Studios sollen in Zukunft auch vermehrt Filme in 4K gedreht und ausgeliefert werden.

Sony Pictures soll so unter anderem für kostenlos auf dem 4K-Gerät vorinstallierte Inhalte sorgen – Fernseher + integrierter Film im Bundle, erinnert an frühe Heimkonsolen wie Ataris 7800, bei dem ein Spiel direkt aufgelötet mitgeliefert wurde. Angesichts stetig fallender Preise für Flash-Speicher dürfte Sony aber wohl tatsächlich kein Problem mit einem 32-Gigabyte-Speicher direkt auf der Platine des Fernsehers haben, zumal sich dieser Speicher anschließend ja auch mit Inhalten aus dem Videoshop von Sony per Internet füllen ließe.

Videoshop? Genau, als dritter Punkt im 4K-Strategiepapier soll ein Content-Liefersystem von Sony dienen. Ein eigener Videoshop, vorinstalliert auf neuen Sony-Fernsehern und Blu-ray-Playern sowie für die Spielekonsolen PSP und PS3 / PS4. Zu diesem Shop nennt Sony noch keine Details, verspricht aber umfangreiche Informationen nach Thanksgiving (findet in den USA am kommenden Donnerstag statt).

Über Dennis Ziesecke

Dennis Ziesecke ist tätig als freier Autor für GamersGlobal, Webedia (Gamestar Print, Gamestar Online), Computerbase.de und viele andere bekannte Hardware-Magazine. Gründer und Redakteur von VictoryPoint, der etwas anderen Seite des Internet. Vater von einem wundervollen Sohn und einer nicht minder wundervollen Tochter.

3 Kommentare

  1. Na toll, dann muss ich mier zum vierten mal die Star Wars Box kaufen.
    Aber jetz mal im ernst. Wie lange wird es noch dauern bis man Full HD Sender auch über DVBT empfangen kann? Bisher gibt es das ja nur kostenpflichtig bei Kabel Deutschland und Konsorten. Ist das technisch überhaupt möglich mit einer Zimmerantenne?
    Beste Grüße,
    Christian

    • Mit DVB-T in der aktuellen Version sind HD-Sender nicht möglich (naja, theoretisch schon, dann aber nur vier oder fünf anstelle der aktuellen Sendermenge). Dafür wird in einigen Jahren vielleicht DVB-T2 kommen. Der Standard ist für HDTV geeignet und soll auch generell eine bessere Empfangsqualität bieten (sinnvoll wär’s..).

      Das Dilemma der Sender und Betreiber bringt dieser Text auf den Punkt: http://digital.t-online.de/hdtv-ueber-antenne-wann-kommt-dvb-t2-/id_42728530/index

      • Danke für den Artikel. Aber die Aussichten sehen ja nich so rosig aus. Wenn wieder 500 Stationen umgerüstet werden müssten. Ich verstehe nicht wieso das in Deutschland immer alles so lange dauert und nur so stockend vorangeht. Ich dachte immer wir sind eine Fernsehnation. Aber ich will mich mal nicht beschweren. Ich müsste mir nämlich auch einen neuen Fernsehen mit eingebautem Receiver zulegen und das geht ja wieder ordentlich ins Geld. Wenn ich mal bedenke wieviel damals ganz am Anfang so ein DVBT Receiver gekostet hat ich glaube das warren noch über 200 Euro und man braucht gleich zwei davon, denn der Videorekorder brauchte seinen eigenen. Das war ein ziemlicher technischer Rückschritt fand ich.
        Beste Grüße,
        Christian

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