Dienstag , 28 März 2017
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OLED TV – Prognosen sehen keine schnelle Marktdurchsetzung

OLED TV – Prognosen sehen keine schnelle Marktdurchsetzung

Während Sony bei den 4K-Fernsehern die Preise nach unten korrigiert und schon in diesem Sommer neue 4K-Fernseher für unter 5000 US-Dollar auf den Markt bringen wird, tut sich im Bereich OLED nur wenig. 4K soll und wird wachsen, OLED hingegen kämpft mit technischen und strategischen Problemen. Laut Marktbeobachtern von Lux Research wird OLED in diesem und auch im kommenden Jahr kein Erfolg beschieden sein, der große Durchbruch wird vorerst ausbleiben.

Den Analysten zufolge sollen im kommenden Jahr gerade einmal 7000 OLED-Fernseher verkauft werden. Weltweit. Doch es gibt auch Gegenstimmen, beispielsweise von DisplaySearch. Diese sagten allerdings bereits vor einiger Zeit voraus, dass im Jahr 2 Millionen OLED-Displays verkauft werden. Es ist allerdings gut möglich, dass DisplaySearch mit anderen Voraussetzungen und Zahlen an die Prognosen gegangen ist – so zeigte beispielsweise die CES im Januar, dass OLED eigentlich nur dann so recht interessant zu sein scheint, wenn der OLED-Fernseher gleichzeitig auch die hohe 4K-Auflösung beherrscht. Niedrigauflösende OLED-Fernseher hingegen schienen das Messepublikum eher zu langweilen. Warum auch einen sündhaft teuren neuen Fernseher kaufen, wenn er nicht auch eine zukunftssichere Auflösung bietet? Dazu kommt, das auf der CES gut sichtbar wurde, wo auf den ersten Blick die bessere Bildqualität zu bekommen war: 4K-TVs punkteten hier mit strahlend klaren und enorm detailreichen Bildern während OLED nur im Bereich des Schwarzwertes und der Farbtreue Vorteile zeigen konnte.

Außerdem kämpfen die OLED-Hersteller einerseits mit der Technik, beispielsweise mit der Lebensdauer der organischen Leuchtdioden, andererseits aber auch mit der Skepsis der potentiellen Käufer. Dass die Technik noch jung und fehlerbehaftet ist hat sich in der Heimkinoszene herumgesprochen, diese Meinungen wieder auszuräumen wird die Hersteller noch einiges an Arbeit kosten. Bis dahin sollten sie allerdings auch zahlreiche 4K-OLED-Fernseher im Sortiment haben, damit der Kunde sich nicht zwischen den Technologien entscheiden muss sondern einfach die Vorteile beider Welten erwerben kann.

Über Dennis Ziesecke

Dennis Ziesecke ist tätig als freier Autor für GamersGlobal, Webedia (Gamestar Print, Gamestar Online), Computerbase.de und viele andere bekannte Hardware-Magazine. Gründer und Redakteur von VictoryPoint, der etwas anderen Seite des Internet. Vater von einem wundervollen Sohn und einer nicht minder wundervollen Tochter.

2 Kommentare

  1. 500 Dollar für nen TV? Verrückt!

    • Dennis Ziesecke

      Wenns denn 500 wären 😉 . 5000 ist für den 4K-Markeneinstieg ja schon preiswert, LG verlangt 20.000 und Samsung 40.000 Euro für große 4K-Fernseher.

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