Donnerstag , 27 Juli 2017
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Kabellose HDMI-Übertragung dank Wireless HDMI

Nicht immer lassen sich der Fernseher oder der Videoprojektor so platzieren, dass es optisch ansprechend möglich ist, die Geräte mit einem Receiver, Blu-ray- oder DVD-Player zu verbinden. Eine praktische Lösung bei Kabelproblemen ist Wireless HDMI, ein Funkstandard, mit dem sich hochauflösendes Material in sehr guter Qualität über bis zu 30 Meter kabellos übertragen lässt.

Der Hersteller inakustik bietet nun zu einem Preis von 289 Euro ein neues Set für die kabellose HDMI-Übertragung an. Die maximale Reichweite von 30 Metern erreicht das Set zwar nur dann, wenn keine Wände die Übertragung stören – dennoch sollte die gebotene Reichweite ausreichen, wenn der Blu-ray-Player im Wohnzimmer auch den Fernseher im Schlafzimmer bedienen soll. Vor allem auch für deckenmontierte Videoprojektoren ist eine Funklösung eine spannende Erweiterung.

Das Set besteht aus zwei Komponenten: Einem Sender und dem Empfänger. Dank eines Infrarot-Rückkanals lassen sich auch die Signale einer Fernbedienung übertragen. Das Set arbeitet per Plug & Play, muss also nicht konfiguriert werden. Der Sender wird dabei bequem per HDMI mit dem Wiedergabegerät verbunden und überträgt die Signale dann per Funk.

Dabei sind die Auflösungen 480p, 576p, 720p, 1080i und 1080p möglich, was für eine ruckelfrei und hochauflösende Übertragung fast aller Signalquellen ausreicht. Da auch der HDMI-Kopierschutz übertragen wird, sind auch gekaufte Blu-rays abspielbar. Für den Anschluss von Spielekonsolen an einen entfernt stehenden Fernseher eignet sich das Set zwar auch, allerdings sorgt die Funk-Latenz dafür, dass Spiele sich nicht sehr flüssig spielen lassen. Für eine als Medienplayer umgewidmete Konsole ist Wireless-HDMI aber sehr gut nutzbar.

Soll allerdings nur das Notebook mit dem Fernseher verbunden werden, muss es nicht die teure Wireless-HDMI-Technik sein. Notebooks mit einigen aktuellen Intel-WLAN-Adaptern und den Betriebssystemen Windows Vista und Windows 7 (künftig auch Windows 8) beherrschen Wireless-Display. Dabei wird die sowieso vorhandene WLAN-Funktion des Notebooks zur Übertragung von HD-Videos genutzt – auch hier sind 1080p maximal erreichbar und auch der HDMI-Kopierschutz lässt sich übermitteln. Allerdings sind TV-Adapter für Wireless-Display mit 90 bis 100 Euro deutlich preiswerter. Wichtig: Es sollte darauf geachtet werden, ein Modell für Wireless Display 2.0 zu erwerben, ältere Geräte beherrschen keine HDMI-Kopierschutz, können also keine gekauften und geschützten Inhalte abspielen. Außerdem ist erst der aktuelle Standard für 5.1-Raumklag geeignet, ebenfalls verbessert wurden die Latenzen.

Über Dennis Ziesecke

Dennis Ziesecke ist tätig als freier Autor für GamersGlobal, Webedia (Gamestar Print, Gamestar Online), Computerbase.de und viele andere bekannte Hardware-Magazine. Gründer und Redakteur von VictoryPoint, der etwas anderen Seite des Internet. Vater von einem wundervollen Sohn und einer nicht minder wundervollen Tochter.

2 Kommentare

  1. Im Netz habe ich jetzt öfter gelesen, dass es bei der Technologie noch zu Lags etc. kommen kann. Stimmt das, oder sind die mittlerweile echt so weit, dass man den Unterschied zum normalen HDMI Kabel nicht mehr bemerkt?

    • Bei Intels Wireless-Display gibt es bei der älteren Version einen spürbaren Lag von teils mehr als einer Sekunde. Die neue Version laggt schon deutlich weniger. Wireless HDMI ist von Lags eigentlich nur betroffen, wenn die Funkverbindung gestört wird oder die Reichweite zu hoch ist (oder wenn Wände zwischen Sender und Empfänger liegen). Glücklicherweise ist im 5-GHz-Frequenzband, das von Wireless HDMI genutzt wird, noch recht wenig los. Einige moderne Router nutzen diese Frequenz allerdings und könnten unter Umständen stören.

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