Dienstag , 26 Juli 2016
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Bloomberg: LG und Samsung sind von OLED enttäuscht

Bloomberg: LG und Samsung sind von OLED enttäuscht

Die beiden Südkoreanischen Unternehmen LG und Samsung haben viel Geld in die Entwicklung von OLED-Fernsehern investiert. Allerdings erreicht die Panel-Ausbeute offenbar nicht das erwartete Level – zudem sehen sich die Hersteller in Bezug auf 4K-TV im Zugzwang. Kommt das Ende von OLED schneller als gedacht? Das Wirtschaftsportal Bloomberg berichtet, die beiden Unternehmen hätten sich in Bezug auf OLED einen teuren „Fehltritt“ geleistet.

Trotz hoher Investitionen in die OLED-Technologie komme die Entwicklung entsprechender Fernseher nicht so recht vom Fleck. OLED-Fernseher werden nur zögerlich und dann auch noch in sehr geringen Stückzahlen in den Markt eingeführt. LGs Topmodell 55EM9700 beispielsweise zeigt zwar ein brillantes Bild, ist aber nur im Heimatmarkt Südkorea erhältlich. Laut Bloomberg haben sich Samsung und vor allem auch LG in Sachen OLED verspekuliert und könnten die Entwicklungskosten als Verlust anschreiben. Dazu gehört sicherlich auch die Erkenntnis, dass der Markt eher nach hochauflösenden 4K-Fernsehern verlangt als nach der Bildqualität von OLED-Displays. Kein Wunder, lassen sich die Vorteile von 4K doch in Zahlen darstellen während die Bildqualität eines OLED-Fernsehers in Natura betrachtet werden muss um den Vorteil staunend bewundern zu können.

So stellt der koreanische Analyst Jeon Byung Ki fest, dass sich Samsung und LG verkalkuliert hätten, die Probleme bei der Fertigung von OLEDs unterschätzt haben. Die beiden Hersteller sollen sich Berichten zufolge wieder stärker auf die Entwicklung von 4K-Displays konzentrieren und OLED nicht mehr als Primärtechnologie sehen. Vor allem LG warb in jüngster Zeit sehr offensiv damit, das führende OLED-Unternehmen zu sein, entsprechend schwer dürfte den Verantwortlichen bei LG der Rückzug von OLED fallen. So kommentieren die beiden Unternehmen auch weiterhin alle diesbezüglichen Berichte mit der Aussage, man werde weiterhin in Sachen OLED entwickeln.

Die perfekte Mischung aus OLED und 4K indes stellt alle Hersteller noch immer vor größere Probleme – so weit scheint die OLED-Fertigung noch nicht zu sein. Bloomberg spekuliert, dass die OLED-Fehlschläge der Südkoreaner eine große Chance für Sony sein könnte. In Japan hätte man frühzeitig auf 4K gesetzt und habe einen entsprechenden Vorsprung vor LG und Samsung. Zumindest beim Preis scheint es zu stimmen: Während die Koreaner ihre 4K-Fernseher noch zu Preisen jenseits der 10000 Euro anbieten, hat Sony bereits ein Modell für weniger als 5000 Euro im Angebot.

Über Dennis Ziesecke

Dennis Ziesecke ist tätig als freier Autor für GamersGlobal, Webedia (Gamestar Print, Gamestar Online), Computerbase.de und viele andere bekannte Hardware-Magazine. Gründer und Redakteur von VictoryPoint, der etwas anderen Seite des Internet. Vater von einem wundervollen Sohn und seit kurzem auch einer nicht minder wundervollen Tochter.

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