Donnerstag , 27 Juli 2017
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Aus 4K wird Ultra HD

Aus 4K wird Ultra HD

4K, 8K – etwas unhandliche Begriffe, wo sich die Heimkinokundschaft doch gerade erst an das locker über die Lippen kommende „Full HD“ gewöhnt hat. Zumal die wenigsten potentiellen TV-Käufer sich wirklich für die Zahlen hinter 4K (3.840 x 2.160 Pixel) oder 8K (7.680 x 4.320 Pixel) interessieren und nur einen griffigen Namen für ihre neueste Errungenschaft benötigen. Die Besucher dieser Webseite vielleicht einmal ausgenommen.

Full HD, 1.920 x 1.080 Pixel, gehört aufgrund der immer weiter steigenden Displaydiagonalen zum Auflösungs-Auslaufmodell. In Zeiten, in denen selbst 300-Eruo-Fernseher mit einem Full-HD-Display ausgeliefert werden, ist diese Auflösung auch kein Luxusmerkmal für begeisterte TV-Fans mehr. „Ultra High Definition“, kurz „Ultra HD“ und noch kürzer „UHD“ ist nun der Nachfolgestandard. Das beschloss die US-amerikanische Consumer Electronics Association (CEA). Einige Hersteller wie Samsung nutzten diese Begrifflichkeit allerdings schon bei der Präsentation ihrer 4K-Fernseher auf der von der CEA ausgerichteten CES in Las Vegas.

Soll ein TV-Gerät das „Ultra HD“-Label tragen, muss es eine Auflösung von mindestens 8 Millionen Pixel vorweisen – horizontal müssen es mindestens 3.840 und vertikal mindestens 2.160 Pixel sein, das Seitenverhältnis muss mindestens 16:9 betragen. Fernseher im zumindest auf Messen immer beliebter scheinenden 21:9 im Seitenverhältnis müssen entsprechend höher auflösen um die Richtlinien einzuhalten. Ebenfalls verpflichtend ist ein digitaler Videoeingang, der technisch in der Lage ist, die recht hohen Datenmengen für 4K-Material flüssig übertragen zu können.

Ein „Ultra HD“-Fernseher darf dementsprechend auch höhere Auflösungen und Ausstattungsmerkmale vorweisen, 8K-Displays sind selbstverständlich erlaubt. Glücklicherweise ist bislang noch nicht von „Ultra HD Ready“ die Rede.

Sony hingegen gefällt der Vorstoß der CEA nicht, dort möchte man sich nicht vom Begriff „4K“ trennen. Entsprechend wird Sony die Begriffe mischen und Fernseher unter dem Label „4K UHD“ präsentieren, gefolgt wohl von Geräte mit „8K UHD“. Sony spricht davon, mit dieser Verdeutlichung der tatsächlichen Auflösung für mehr Klarheit beim Kunden zu sorgen.

Vorteile hat der Trend zu höheren Auflösungen aber auf jeden Fall – die Pixeldichte bei Fernsehern mit größeren Diagonalen ist bei Full HD auf recht niedrigem Niveau von teils nur noch 50 ppi (Pixel pro Inch) angekommen, bei einem zu geringen Betrachtungsabstand sind einzelne Pixel deutlich zu erkennen. Doch auch bei Diagonalen von weniger als 60 Zoll wirkt ein 4K-Bild schärfer, kontrastreicher und „lebendiger“ als eines in Full HD. Und auch die Darstellung von Polfilter-3D ist mit einer höheren Auflösung deutlich ansehnlicher, da hier die Hälfte der horizontal darstellbaren Pixel verloren geht.

Über Dennis Ziesecke

Dennis Ziesecke ist tätig als freier Autor für GamersGlobal, Webedia (Gamestar Print, Gamestar Online), Computerbase.de und viele andere bekannte Hardware-Magazine. Gründer und Redakteur von VictoryPoint, der etwas anderen Seite des Internet. Vater von einem wundervollen Sohn und einer nicht minder wundervollen Tochter.

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